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Brief vom Friedensforum Duisburg

Auf der Bandseite wurde ein Brief vom Friedensforum Duisburg veröffentlicht:

Heute erreichte uns ein Brief, den wir anlässlich der Veranstaltung von “Schwubile Alumni” am heutigen Dienstag, den 13. November 2012, vom Friedensforum Duisburg erhalten haben. Wir drucken den Brief hier für euch ab und bedanken uns herzlichen beim Friedensforum für die Solidarität.Friedensforum Duisburg Duisburg, 12.11.2012

Lieber Marcel,
die Kampagne gegen Dich läuft immer noch weiter, haben wir zu unserem Entsetzen gehört. Wen hast Du mit Deinen kritischen Songs so gestört, dass es keine Ruhe mehr gibt?
Die Hirnlosen, die das ihnen Vorgeplapperte immer wiederholen, können ja nicht die eigentlichen Urheber der Verleumdungen sein.
Das Friedensforum Duisburg steht weiter zu Dir, Deine Auftritte bei uns und die, die wir bei anderen erlebt haben, waren immer sehr gelungen und brachten die Dinge auf den Punkt.

Unsere besten Wünsche für Dienstagabend,

das Friedensforum Duisburg

Imperiale Propaganda und Gewalt gegen Individuen

In dem Online Magazin Rote Fahne wurde ein Artikel über die bandbreite verfasst:

Die linke Musikgruppe die bandbreite wurde bereits in der Vergangenheit wiederholt Opfer imperialer Desinformation, meist betrieben durch sog. “Antideutsche”.

In früheren Epochen gehörten Verbannung, Folter und Mord zu den bevorzugten Mitteln, Oppositionelle gegen die herrschende Ordnung mundtot zu machen. Im Medien- und Internetzeitalter wurde die klassische Verbannung an den Rand der bekannten Welt ersetzt durch die soziale Deklassierung.
In ihrer politischen Arbeit erfolgreichen Dissidenten soll die materielle Lebensgrundlage entzogen werden. Wer hungert und in die Hartz IV-Sklaverei verbannt wird, ist vor allem mit dem täglichen Überleben beschäftigt und soll so seine Kraft zum Widerstand einbüßen.

Die gesellschaftliche Stigmatisierung und Isolation, damit korrespondierend Zensur bis hin zum faktischen Berufsverbot, das sind die heutigen Instrumente der imperialen Oligarchie und ihrer willfährigen Funktionärskaste und Medienprostituierten auf nationaler Ebene.
Die Propaganda und Desinformation der imperialen NATO hält zu diesem Zweck Schlüsselbegriffe bereit, denen die faktische Kraft von Henkerurteilen gleichkommt. Notorische Penetration des gesellschaftlichen Bewusstseins mit derlei Begriffen soll bewirken, das Menschen in Angst verharren und hoffen, dieser Kelch möge an ihnen vorüber ziehen.

Dabei findet eine politische Auseinandersetzung mit den Opfern solcher Kampagnen grundsätzlich nicht statt. Sinn und Zweck ist ja gerade, dem politischen Diskurs auszuweichen.
Die psychologische Kraft des Stigmas allein soll bewirken, die rationale Auseinandersetzung und eine Solidarisierung bereits im Keime zu ersticken. Schliesslich droht allen Anderen, die kritische Fragen zum jeweiligen Vorgang stellen, umgehend selbst die willkürliche Belegung mit Brandmarken aus dem Arsenal der NATO-Desinformation.

Zu diesen Fallbeilen, über die Sprache vermittelter Gewalt, gehört u.a. vorzugsweise der missbrauchte und zum politischen Kampfbegriff verkommene Terminus “Antisemitismus”.[1]
Dieser Begriff wird durch imperiale Faschisten verstärkt auf die Gegner von Imperialismus, Kapitalismus und Krieg angewendet und diese Masche wird über die Hegemonie der imperialen Mainstreammedien popularisiert. Die Rote Fahne hat sich u.a. bereits im Oktober 2010 mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. [2]

Zu beobachten ist eine Strategie, bei welcher in gesellschaftliche Gruppen und Parteien Personen eingeschleust werden, die vorgeblich mit den politischen Zielen ihrer Wirtsorganisationen überein stimmen, jedoch vor allem dann in Erscheinung treten, wenn es gilt Zielpersonen zu diffamieren.
Ob diese Desinformanten aus ideologischer Überzeugung, oder weil sie für ihr Tun bezahlt werden, handeln, ist dabei zweitrangig, es dürfte solche und solche geben, meist vermengen sich beide Motive.

Ein herausragendes Beispiel datiert auf die Jahre 2005/06 während des “Fusionsprozesses” von Teilen der WASG mit der SED/PDS. Damals hielt der Funktionär Bodo Ramelow mittels Manipulationen Sozialisten von der neuen Partei (Die Linke) fern, während er im gleichen Zeitraum zionistische Rechtsextremisten in die Partei auf bezahlte Posten einschleuste.[3]
Zu den von dieser Gruppe Nationalzionisten innerhalb der sog. Linkspartei begangenen politischen Verbrechen gehört u.a. die gezielte Diffamierung des international renommierten Völkerrechtlers Prof. Dr. Norman Paech. [4]

Marcel Wojnarowicz, auch genannt Wojna, ist das prominenteste Mitglied der Jugendorganisation “Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken”. Gemeinsam mit Musiker-Kollegen Torben Eckhoff (DJ Torben) ist Wojna mit der Musikformation die bandbreite auch das erfolgreichste politische Projekt aus dem Umfeld der Falken und weit darüber hinaus.
Solcher gesellschaftliche Erfolg von Sozialisten ist es, welcher das Blut in den Adern der imperialen Faschisten zum Kochen bringt und deren wutschäumende Propaganda auf den Plan ruft.

Die Strategie ist klar: Die Desinformationskampagnen richten sich gegen Sozialisten, die prominent sind und Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs ausüben. Der Unterschied zu anderen Vorgehensweisen ist bemerkenswert:
Statt Organisationen als Ganzes politisch anzugreifen, versuchen NATO-Agitatoren heute einzelne Personen aus dem Innern der jeweiligen Organisationen heraus zu demontieren und gesellschaftlich zu isolieren. So vermeidet man die politische Auseinandersetzung, schwächt gleichwohl die gesamte Organisationen und lässt in die entstandenen Lücken eigenes Personal nachrücken.

Die linke Musikgruppe die bandbreite wurde bereits in der Vergangenheit wiederholt Opfer imperialer Desinformation, meist betrieben durch sog. “Antideutsche”, eine Art Sturmabteilung der imperialen Faschisten, streng auf zionistischem Kurs.
Nachstehend dokumentieren wir die Stellungnahme von Marcel Wojnarowicz und die bandbreite zum jüngsten antisozialistischen Vorfall in der Jugendorganisation Die Falken

Den gesamten Artikel könnt ihr hier einsehen: Imperiale Propaganda und Gewalt gegen Individuen

Singen öffnet die (rote) Seele

Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann schrieben in der NRhZ-Online:

… Dafür gab es einen Überraschungsauftritt der unnachahmlichen Duisburger Hip-Hop-Band „Die Bandbreite“, die alle diejenigen in Erstaunen versetzte, die den beiden Akteuren Torben und Wojna noch nicht begegnet waren. Ihre künstlerische Aufbereitung einerseits und die präzise Faktendichte zu knallharten politischen Themen wie „Palästina“, „9/11 – selbstgemacht“, Datensammelwut des „Dr. Schäuble“ verblüfften alle Altersklassen. Darin ist der Hauptgrund ihrer „Gefährlichkeit“ und ihrer Verfolgung zu sehen…

 

 

Widmung von Jürgen Rose

Wir bedanken uns bei Jürgen Rose für seine herzliche Widmung!

Jürgen Rose ist bekannt durch sein erfolgreiches Ersuchen, aus Gewissengründen von seinen Aufgaben hinsichtlich des Afghanistankonfliktes entbunden zu werden. Des Weiteren ist er im Vorstand bei dem Arbeitskreis des Darmstädter Signal  aktiv. Wir hatten die Ehre, ihn auf einer Veranstaltung der Linkspartei kennenlernen zu dürfen.

 

 

 

 

 

 

Ein Rüffel für die WAZ-Gruppe

Die Bandbreite ist KEINE rechte Band!

Die Autorin Elisabeth Höving ließ genau das Gegenteil in der Gelsenkirchener Printausgabe der WAZ verlauten, ebenso im Online-Portal derwesten.de.
Wir berichteten darüber in einem unserer vorherigen Artikel.

Dem tritt der Deutsche Presserat nun entgegen. Eine solche Einordnung makelt der Deutsche Presserat als Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht an. So hat der Presserat auf die Beschwerde der Bandbreite hin einen Hinweis an die WAZ-Gruppe ausgesprochen.
Die Bandbreite gelte laut Quellenlage lediglich in manchen Kreisen als rechts – also zum Beispiel bei den Linksfaschisten von Reflexion, den Denunzianten von esowatch.com oder antideutschen Teilen der Antifa. Daraus ergäbe sich aber nicht das Recht, dies zur Allgemeinen Tatsache zu erheben.

Dem können wir nur zustimmen: Die Bandbreite ist eine linke Band und ihre Musik trifft die Faschisten weiterhin dort, wo es weh tut. Egal ob links oder rechts.

Deutscher Presserat erteilt WAZ einen Hinweis bezüglich Artikel über Die Bandbreite

Deutscher Presserat erteilt WAZ einen Hinweis bezüglich Artikel über Die Bandbreite

Die „verlorene“ Ehre einer Band – Wie eine kritische Band mundtot gemacht werden sollte

Die Songs von „Die Bandbreite“ (www.diebandbreite.de) haben es in sich. Auf unterhaltsame und verständliche Art packt die Duisburger Band auch politische Tabuthemen an, um die politikverdrossenen Menschen zum Nachdenken zu bringen. Über die Jahre hinweg wurden ihre Songs immer kritischer. Auch vor Kritik an Regierungen, Medien und Geheimdiensten machte sie nicht halt.

Dies wurde dem Mainstream schließlich zu viel: Spätestens mit ihrem Song „Selbst gemacht“, der die offizielle Version der Ereignisse am 11.9.2001 in New York stark in Zweifel zieht, zog die Duisburger Band das Interesse der Massenmedien auf sich. So schrieb SPIEGEL ONLINE am 28.11.2007 unter der Überschrift „Gewerkschafter lassen Verschwörungstheoretiker rappen“, dass “Die Bandbreite” wüste Verschwörungstheorien verbreite (siehe http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,519729,00.html).

Das Ziel dieser Kampagne schien offensichtlich zu sein: Die Band sollte schleunigst vom Gewerkschaftslager getrennt und politisch isoliert werden.

„Die Tageszeitung“ (TAZ) legte noch eins drauf: Sowohl in ihrer Printausgabe als auch im Internet erschien am 12.1.2009 unter der Überschrift „Linke müssen Überstunden leisten“ ein Artikel, in dem behauptet wurde, dass die Duisburger Band für ihre antisemitischen Texte bekannt sei. Ein klassischer Antisemitismusvorwurf also! Dies wollte sich „Die Bandbreite“ auf gar keinen Fall gefallen lassen und beauftragte Rechtsanwalt Dominik Storr, um dagegen vorzugehen. Der Anwalt erwirkte daraufhin vor der Pressekammer des Landgerichts Berlin eine einstweilige Verfügung gegen die TAZ. Der Antisemitismusvorwurf wurde der TAZ somit vom Landgericht Berlin einstweilen verboten (LG Berlin, Beschluss v. 5.2.2009 – 27 O 99/09). Die TAZ weigerte sich allerdings, die einstweilige Regelung als endgültig anzuerkennen. „Die Bandbreite“ erhob daraufhin Hauptsacheklage und gewann vor dem Landgericht Berlin erneut (LG Berlin, Urteil v. 8.10.2009 – 27 O 545/09). Die ebenfalls eingeklagte Geldentschädigung bekam die Band jedoch nicht zugesprochen.

Doch die TAZ gab nicht auf und legte beim Kammergericht Berlin Berufung gegen das Urteil der Pressekammer des Landgerichts Berlin ein. Sie hielt somit an ihrem unberechtigten Antisemitismusvorwurf fest. Ihr Anwalt fuhr schweres Geschütz auf und setzte dem unberechtigten Antisemitismusvorwurf noch eins oben drauf. Der Sänger der Band würde den Holocaust leugnen, weil er Bush mit Hitler verglich. Dieser absurde Vorwurf wiederholte sich mehrfach. Andere Vorwürfe kamen hinzu. Auch der Anwalt der Band wurde nicht mit Vorwürfen verschont. Der Anwalt der TAZ schien in die Rolle eines mustergültigen Denunzianten geschlüpft zu sein. Seine Absicht schien klar: Der Ruf der Musikgruppe “Die Bandbreite” sollte vernichtet werden.

Doch in der Zwischenzeit hat die TAZ auch das von ihr angestrengte Berufungsverfahren verloren. Das Kammergericht Berlin entschied, dass der substanzlose Vorwurf, die Band sei bekannt für ihre antisemitischen Texte, den Musiker in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt (KG Berlin, Beschluss v. 14.12.2010 – 9 U 203/09). Nicht durchsetzen konnte sich die Band mit der geltend gemachten Geldentschädigung. Das Kammergericht wies die insoweit eingelegte Berufung ab. Alles in allem jedoch ein großer Erfolg für die Band. Die Mainstreammedien haben erfahren müssen, dass sich „Die Bandbreite“ ein rechtsextremes Weltbild unter keinen Umständen in die Schuhe schieben lassen wird.

Fazit: Dieses Beispiel zeigt überdeutlich, wie Kritiker dieses Systems, die sich nicht „politically correct“ verhalten, gezielt mundtot gemacht werden sollen, indem man sie in die rechte Ecke stellt. Und man kann schön erkennen, wie das Medienkartell dabei Hand in Hand arbeitet. Dieser Fall sollte aber auch aufzeigen, dass es sich lohnt, gegen Rufmordkampagnen vorzugehen und dass man sich nicht alles gefallen lassen sollte.

Hier zum Artikel

Junge Welt – Auf der Waldeck beim Linken Liedersommer

Michael Rieth schrieb in der Jungen Welt über den Linken Liedersommer:

 

…Das kann man vom Rap nicht behaupten, dessen industriell zerhackter Rhythmus einen Sprechgesang jedwelchen Inhalts zu transportieren in der Lage ist. Dem Duisburger Duo »Bandbreite« wurde in der Vergangenheit Sexismus, Rassismus und anderes vorgeworfen. Blödsinn! Es ist allenfalls als Vereinfachung zu bezeichnen, wenn man einen Teil des Phänomens Hitler auf dessen verdrängte Homosexualität zurückführt. In einem musikbegleitenden Video über den Transport von Hilfsgütern in den Gazastreifen ist unter anderem ein Rabbiner zu sehen, der gemeinsam mit Muslimen die Ankunft der lange zurückgehaltenen Güter begrüßt; wenn die Medien dies als antisemitisch bezeichnen, verkehren sie nicht nur die Absicht ins Gegenteil, sondern lügen wie gedruckt an der Wahrheit vorbei.

»Bandbreites« Texte sind provokant, sie bilden keine Realität ab, sondern die Sicht vieler Leute auf diese Realität. Dies hat nicht nur Berechtigung, sondern ist notwendig als ein Gradmesser, der die steigende Fieberkurve unserer Gesellschaft anzeigt – eine wichtige Funktion von Liedern mit politischem Anspruch, die über ein schlichtes Agitprop-Schema hinausgehen wollen.

Hier geht es zum kompletten Artikel von Michael Rieth:  Auf der Waldeck beim Linken Liedersommer, letztes Wochenende

Hinter den Schlagzeilen

Hier eine Anmerkung von Roland Rottenfußer von der Seite “Hinter den Schlagzeilen“:

Mehrere Lieder von „Die Bandbreite“ wurde nicht von Konstantin Wecker, sondern von mir (Roland Rottenfußer) hier eingestellt. Ich finde diese Entscheidung bis heute richtig, denn die ca. 10 Lieder der Gruppe, die ich kenne, zeichnen sich durch einen engagierten, provokanten und aufklärerischen Geist aus, den ich schätze. Dies schließt nicht aus, dass es im Werk der Band Zeilen gibt, die ich nicht unterstützen würde, vor allem wenn man tief wühlt und eventuelle Ironiesignale übersieht. Zahlreiche Aussagen der „Bandbreite“ geben wahrscheinlich nicht die tatsächlich Meinung des Texters wider, sondern sind eher Karikaturen auf die Denkweise seiner Gegner. Grundsätzliche Wertschätzung für „Die Bandbreite“ schließt auch nicht aus, dass man über bestimmte Behauptungen streiten kann, etwa die Anschläge vom 11. Sept. seien von den Amerikanern „selbst gemacht“. Die Stigmatisierung der Band wäre aber keine adäquate Antwort auf die Fragen, die die Lieder der Bandbreite aufwerfen. Z.B. die israelische Regierungspolitik. Sie wird von vielen sehr glaubwürdigen Persönlichkeiten kritisiert, die sich Zeit ihres Lebens im antifaschistischen Kampf engagieren und gerade deshalb Menschenrechtsverletzungen anprangern, wo sie vorkommen, u.a. eben in Israel.

Ich stelle fest, dass „Auftritte“ der Bandbreite in unserem Webmagazin oft von kampagnenartigen, jeweils rhetorisch sehr geschickt geführten Angriffen aus der Ecke der sog. „Antideutschen“ begleitet werden. Zwischen den Antideutschen und der Bandbreite besteht eine auf beiden Seiten erbittert geführte Fehde, die meist darin gipfelt, dass die jeweils andere Seite in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt wird. Ich finde das in beiden Fällen übertrieben. Siehe etwa dieses Lied: http://www.youtube.com/watch?v=ElzvWQhMyGI Ich stelle außerdem fest, dass mit dem Antisemitismusvorwurf immer wieder Personen und Gruppierungen stigmatisiert werden sollen, die sich grundsätzlich kritisch mit der herrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung auseinandersetzen, etwa die Partei Die Linke oder Zinskritik nach Silvio Gesell. Es ist eine Taktik, diejenigen in die Ecke zu stellen, derer man sonst nicht Herr wird – vielleicht auch, weil sie sehr oft Recht haben. Wer allerdings den Nazi-Vergleich inflationär verwendet, verharmlost die Geschehnisse des Dritten Reiches, bewirkt einen Übersättigungseffekt und erschwert eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit.

Aufforderungen an Webseiten und Veranstalter, Die Bandbreite zu boykottieren, appellieren an den Konformismus der Menschen, die Angst, aus der Herde der „Anständigen“ ausgestoßen zu werden. „Um Gottes Willen, wenn ich jetzt die Bandbreite bringe, wie stehe ich dann da?“ Hinter der Kritik steht meiner Meinung nach auch das biedere Idealbild, jemand müsste sich mit jeder Handlung und jeder Textzeile sein ganzes Leben lang völlig lupenrein und unmissverständlich verhalten. Wie könnte man auch erwarten, dass jemand unmissverstanden bleibt, der sich poetisch ausdrückt und dass jemand unumstritten ist, der die Fundamente des herrschenden Weltbilds in Frage stellt?“

Link zum Artikel :  CD-Kritik:  Die Bandbreite – Reflexion

UZ Pressefest – Was ist los in diesem Land?

Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann schrieben in der NRhZ-Online:

Auf diesem Fest der 50 Diskussionsveranstaltungen in allein 17 Großzelten, wo Linke verschiedenster Couleur zusammen kommen, ist es um so bedrückender festzustellen, welche Kräfte auf welche Weise versuchen, auf die Breite und die Toleranz des Festes Einfluß zu nehmen. Es wird massiv Druck ausgeübt, eine deutschlandweit einzigartige, politische, junge Band wieder auszuladen. Den Hip-Hoppern aus Duisburg soll seit Jahren – mit unterschiedlichsten Vorwürfen – der Saft abgedreht werden. “die bandbreite“ mit ihren zwei Hauptakteuren Wojna und Torben läßt sich aber von ihrem politischen Aufklärungsanspruch nicht abbringen.

Liedermacher Kai Degenhardt, Sohn von Franz-Josef Degenhardt, unterzeichnet das Protest-Plakat gegen die Ausladung der “bandbreite”

Der DKP-Parteivorstand lässt schließlich verlauten, dass es nicht an inhaltlichen Gründen gelegen habe, von dem Auftritt abzusehen: „Wir sind nach unseren gründlichen Recherchen, nach Gesprächen mit anderen Veranstaltern und Kulturschaffenden zu dem Ergebnis gekommen, dass “die bandbreite“ aus unserer Sicht nach wie vor zum breiten Spektrum linker Kultur zählt.“ Vielmehr hätten diffuse Gewaltandrohungen aus dem angeblich linken antideutschen Spektrum dazu geführt, daß um die Sicherheit der Besucher gefürchtet werden müsse. Ein Schelm, dem ein Déja-Vu aus Weimarer Zeiten in den Sinn kommt. Klaus Hartmann, seit 1988 Vorsitzender des deutschen Freidenker-Verbandes und Vizepräsident der Weltunion der Freidenker, ist schon lange Unterstützer der “bandbreite”, lud sie 2010 zum berühmten Sängerfest auf die Burg Waldeck ein, die daraufhin ebenfalls unter dem dunklen Stern der Androhung von Gewaltexzessen aus dem “antideutschen“ Lager stand. Kein Grund für ihn, sich diesen Drohungen zu unterwerfen: „Denkverbote, Redeverbote kommen alle aus der gleichen unerträglichen Richtung und haben mit linker emanzipatorischer Politik prinzipiell nichts zu tun – in welcher Partei auch immer, auf welchem linken Fest auch immer.“

Sonntag, 13 Uhr: Diskussion mit der “bandbreite”, der Liedermacherin und Kabarettistin Jane Zahn, dem Politiker und Multi-Künstler Diether Dehm, dem Kölner DKP-Kreisvorsitzenden Klaus Stein und der DKP-Bundesvorsitzenden Bettina Jürgensen – alle mit einer Ausnahme – plädieren für den Auftritt