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Zusammenfassung Ostermarsch-Duisburg 2018

Der Ostermarsch RheinRuhr in Duisburg fand heute wieder statt. Zunächst traf man sich am Kuhtor. Dort gab es wie immer ein wenig Musik, ein paar Reden und diesmal sogar bestes Demowetter.
In diesem Jahr waren, wie ich schätze etwa 350 Friedensbewegte am Start. Ich würde mal vermuten, dass es etwa doppelt so viele Menschen waren, wie in den Vorjahren. Das kann natürlich mehrere Gründe haben. Zum Einen hatten wir, wie erwähnt, bestes Wetter, zum Anderen, waren erheblich mehr kurdische Friedensfreunde da als in der Vergangenheit.

Obwohl das Friedensforum Duisburg im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel gerührt hat (was natürlich ein weiterer Grund für die Teilnehmersteigerung sein wird) finde ich, dass es doch ein paar tausend Marschierer mehr hätten sein können. Ich erinnere mich aus meiner Kindheit und Jugend noch an ganz andere Märsche und ich finde nicht, dass das Einstehen für den #Frieden heute weniger wichtig ist als damals.

Jedenfalls zogen die Demonstranten dann durch die Innentadt zum Averdunkplatz, wo es noch einmal mehrere #Redebeiträge gab. Anschließend ist es Tradition, dass der Ostermarsch dann weitergeht und zwar in der nicht fernen #Landeshauptstadt Düsseldorf. Rein in den Zug und weiter zur nächsten Kundgebung.
Vielen Dank, dass ihr so engagiert zur Sache geht und da wart um gewaltfrei für eine friedlichere #Welt einzutreten. Im nächsten Jahr bringen wir dann alle noch mehr Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunde mit.

Team BANDBREITE

Die Bandbreite Blog #10: Flüchtlinge

Themen in diesem Video-Blog:

– Über 10 Rechtsradikale randalierten am 27.8.2015 vor einem Flüchtlingsheim in Oberhausen

– 150 Flüchtlinge vornehmlich aus Syrien erreichen Oberhausen-Schlad – Die Bandbreite hilft

– Interview mit OB-Kandidat Apostolos Tsalastras, SPD

Flüchtlingshilfe in Oberhausen

Flüchlingshilfe in Duisburg

Mehr Flüchtlingshilfe e.V. Duisburg

 

Konzert zugunsten der Aidshilfe und Gesundheitsprojekten in Afrika

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RP Online:

Duisburg. “Baßfeld”, “Violin Key”, “Freshgame” und “Die Bandbreite” treten am 30. November für einen guten Zweck im Haus der Jugend auf.

Anlässlich des Welt-AIDS Tages findet am Samstag, 30. November, zum neunten Mal das Benefizkonzert “Treatment for all” im Haus der Jugend, Friedrich-Alfred Straße 14, in Rheinhausen statt. Seit Beginn der HIV-Epidemie haben sich weltweit mehr als 60 Millionen Menschen infiziert. Knapp 30 Millionen sind an den Folgen ihrer HIV-Infektion gestorben. 47 Prozent der Infizierten erhalten mittlerweile entsprechende Medikamente.

Wirkliche Chancen im Kampf gegen AIDS haben Betroffene jedoch nur mit guter Ernährung, Hygiene und einer guten und für sie bezahlbaren medizinischen Betreuung. In Deutschland lebten Ende 2011 78000 Menschen mit HIV. Die Zahl der geschätzten Neuinfektionen im Jahr 2012 beträgt 3400, die der Personen mit noch nicht diagnostizierter HIV-Erkrankung geschätzt 14000. Todesfälle waren 2012 insgesamt 550 zu verzeichnen. Dies zeigt, dass auch in Deutschland HIV nicht vergessen werden darf und eine intensive Aufklärung und Prävention notwendig sind, ebenso aber auch die internationale Solidarität im Kampf gegen die Krankheit und die mit ihnen bedingten sozialen Ursachen.

Deswegen geht auch im Jahr 2013 wieder der Reinerlös des Konzertes je zur Hälfte an die Aidshilfe Duisburg-Kreis Wesel und an Projekte in Afrika, die über “Solidarität International” gefördert werden und der Selbsthilfe gegen HIV und einer besseren Aufklärung und Gesundheitsversorgung dienen. Dies sind gegenwärtig unter anderem der Aufbau eines Bildungs- und eines Gesundheitszentrums im Kongo, die Unterstützung von Projekten für infizierte Kinder und Jugendliche, sowie die Förderung des Vertriebs der Nahrungsergänzung “E-Pap” in Afrika. Alle Beteiligen des Solidaritätskonzertes verzichten auf Gage und Kostenerstattung. Neben guter und engagierter Musik bietet der Abend reichlich Gelegenheit zu Information und Diskussion. Die Gesprächsrunde beginnt um 18 Uhr. Ab 19 Uhr spielen folgende Bands: “Baßfeld”, “Violin Key“, “Freshgame” und “Die Bandbreite“. Ende ist gegen 23 Uhr.

Der Eintritt beträgt fünf Euro, für Geringverdiener zwei Euro. Zusätzliche Spenden sind willkommen.

Treatment

Stellungnahme zum Beschluss des Bundesausschuss der Falken

Nach der Veröffentlichung unseres Videostaments zum Beschluss des Bundesaussschusses der Falken, Wojna und die Bandbreite nicht mehr arbeiten bzw. auftreten zu lassen, legen wir nun eine schriftliche Stellungnahme nach.

Statement: Die Bandbreite zum Beschluss des Bundesausschuss der SJD – Die Falken

Wir haben bisher immer noch keine Einsicht weder in den Antrag noch in den gefassten Beschluss des Bundesausschusses bekommen, müssen also lediglich mit dem Papier der Antragsbegründung als Wissensbasis vorlieb nehmen.
Natürlich haben uns befreundete Genossen Informationen zukommen lassen, auf die wir uns ebenfalls in dem Schriftstück beziehen.

Anbei auch noch einmal unser Videostatement:

Die Bandbreite: CSD Duisburg

Die Bandbreite versuchte am 27.7.2012 der Frage nach zu gehen, welche dubiosen Sponsoren auf der Ausladung der Band beim CSD in Duisburg bestanden hatten. Dafür holten Wojna & Co. bei den Besuchern und Organisatoren des Festes Stimmen zur Sachlage ein. Es stellte sich im Laufe des Tages heraus, dass wir nicht einmal als Diskutanten auf der Bühne erwünscht waren. Wojna brachte seinen Protest zum Ausdruck, indem er sich zwei Pflaster über den Mund klebte und die Bühne enterte, um seinem stillen Protest Ausdruck zu verleihen und sich dem Publikum zu zeigen.
Der einzige erkennbare Widersacher und Gegner des Auftrittes der Bandbreite, Frank Laubenburg verweigerte jeden Kommentar.

Die Bandbreite – Statement zum CSD Duisburg

Wojna äußert sich zur Absage des Auftritts der Bandbreite auf dem Christopher Streetday 2012 in Duisburg. Das Nachrichtenportal derwesten.de der WAZ-Gruppe hatte mehrfach die Bandbreite subtil in das Licht des Antisemitismus und der Homophobie geschoben. Um diesen Vorwürfen entgegen zu treten, äußert sich Bandleader Wojna in diesem Statement einen Tag vor der Veranstaltung.

Die Bandbreite

Im Bericht des manipulativen WAZ-Autors Philipp Wahl kommen lediglich negative Statments zu unserer Band zur Sprache, z.B. dass unsere im Song AIDS vertretene Theorie “massiv kontraproduktiv” sei. Dass Dietmar Heyde große Stücke auf unsere Arbeit hält, vergisst der Autor der WAZ geflissentlich.

Hier nun der Abdruck der E-Mail an uns:

Erst mal möchte ich mich bei Euch recht herzlich
für Euer Engagement für Menschen mit HIV und
AIDS bedanken, so etwa auch im Rahmen der
"treatment for all"-Initiative. Das ist
bemerkenswert und hat unseren Respekt.

Ich melde mich allerdings bei Euch, weil ich auf
Euer AIDS-Lied aufmerksam gemacht und zu einer
Stellungnahme aufgefordert wurde. Wir als
AIDS-Hilfe distanzieren uns sehr deutlich von der
im Lied propagierten Entstehungsgeschichte zu HIV,
die einer Verschwörungstheorie anhängt, welche
zwar einen gewissen Charme hat, die allerdings
längst wissenschaftlich epidemiologisch widerlegt
ist und sehr ideologisch geprägt ist (sowie aus
der Hochphase des Kalten Krieges stammt, was ihr
eben durchaus einen gewissen Charme verleiht, aber
eben entsprechend ins historische Geschehen
einzuordnen ist). Diese Auslegung ist m.E. nicht
nur falsch und widerlegt, sondern hinsichtlich
unserer Präventionsbeühungen äußerst
kontraproduktiv. Ich/wir sind gerne bereit, uns
mit Euch darüber auszutauschen. 

Wir haben eine große Bitte: Bitte verzichtet beim
Duisburger CSD am 28.07.12 auf die Performance
dieses Liedes, denn andernfalls wären wir
möglicherweise genötigt, dazu öffentlich
Stellung zu beziehen. 

Ich hoffe auf Euer Verständnis. Im Übrigen
ändert dies nichts an meiner Wertschätzung Eures
Wirkens, insbesondere Eures
gesellschaftskritischen Engagements.

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Heyde
Geschäftsführung
AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel e.V.
Fachstelle für sexuelle Gesundheitsförderung

Man erkennt auf den ersten Blick, dass der WAZ-Autor Philipp Wahl nur die Meinungsdifferenzen zwischen uns und der AIDS-Hilfe in seinem Artikel erwähnt. Man lässt also einfach den Kontext weg und schon sieht es aus, als sei die AIDS-Hilfe unser Kontrahent. Danke Philipp Wahl für diesen seriösen Journalismus.

Junge Welt – Auf der Waldeck beim Linken Liedersommer

Michael Rieth schrieb in der Jungen Welt über den Linken Liedersommer:

 

…Das kann man vom Rap nicht behaupten, dessen industriell zerhackter Rhythmus einen Sprechgesang jedwelchen Inhalts zu transportieren in der Lage ist. Dem Duisburger Duo »Bandbreite« wurde in der Vergangenheit Sexismus, Rassismus und anderes vorgeworfen. Blödsinn! Es ist allenfalls als Vereinfachung zu bezeichnen, wenn man einen Teil des Phänomens Hitler auf dessen verdrängte Homosexualität zurückführt. In einem musikbegleitenden Video über den Transport von Hilfsgütern in den Gazastreifen ist unter anderem ein Rabbiner zu sehen, der gemeinsam mit Muslimen die Ankunft der lange zurückgehaltenen Güter begrüßt; wenn die Medien dies als antisemitisch bezeichnen, verkehren sie nicht nur die Absicht ins Gegenteil, sondern lügen wie gedruckt an der Wahrheit vorbei.

»Bandbreites« Texte sind provokant, sie bilden keine Realität ab, sondern die Sicht vieler Leute auf diese Realität. Dies hat nicht nur Berechtigung, sondern ist notwendig als ein Gradmesser, der die steigende Fieberkurve unserer Gesellschaft anzeigt – eine wichtige Funktion von Liedern mit politischem Anspruch, die über ein schlichtes Agitprop-Schema hinausgehen wollen.

Hier geht es zum kompletten Artikel von Michael Rieth:  Auf der Waldeck beim Linken Liedersommer, letztes Wochenende

Hinter den Schlagzeilen

Hier eine Anmerkung von Roland Rottenfußer von der Seite “Hinter den Schlagzeilen“:

Mehrere Lieder von „Die Bandbreite“ wurde nicht von Konstantin Wecker, sondern von mir (Roland Rottenfußer) hier eingestellt. Ich finde diese Entscheidung bis heute richtig, denn die ca. 10 Lieder der Gruppe, die ich kenne, zeichnen sich durch einen engagierten, provokanten und aufklärerischen Geist aus, den ich schätze. Dies schließt nicht aus, dass es im Werk der Band Zeilen gibt, die ich nicht unterstützen würde, vor allem wenn man tief wühlt und eventuelle Ironiesignale übersieht. Zahlreiche Aussagen der „Bandbreite“ geben wahrscheinlich nicht die tatsächlich Meinung des Texters wider, sondern sind eher Karikaturen auf die Denkweise seiner Gegner. Grundsätzliche Wertschätzung für „Die Bandbreite“ schließt auch nicht aus, dass man über bestimmte Behauptungen streiten kann, etwa die Anschläge vom 11. Sept. seien von den Amerikanern „selbst gemacht“. Die Stigmatisierung der Band wäre aber keine adäquate Antwort auf die Fragen, die die Lieder der Bandbreite aufwerfen. Z.B. die israelische Regierungspolitik. Sie wird von vielen sehr glaubwürdigen Persönlichkeiten kritisiert, die sich Zeit ihres Lebens im antifaschistischen Kampf engagieren und gerade deshalb Menschenrechtsverletzungen anprangern, wo sie vorkommen, u.a. eben in Israel.

Ich stelle fest, dass „Auftritte“ der Bandbreite in unserem Webmagazin oft von kampagnenartigen, jeweils rhetorisch sehr geschickt geführten Angriffen aus der Ecke der sog. „Antideutschen“ begleitet werden. Zwischen den Antideutschen und der Bandbreite besteht eine auf beiden Seiten erbittert geführte Fehde, die meist darin gipfelt, dass die jeweils andere Seite in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt wird. Ich finde das in beiden Fällen übertrieben. Siehe etwa dieses Lied: http://www.youtube.com/watch?v=ElzvWQhMyGI Ich stelle außerdem fest, dass mit dem Antisemitismusvorwurf immer wieder Personen und Gruppierungen stigmatisiert werden sollen, die sich grundsätzlich kritisch mit der herrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung auseinandersetzen, etwa die Partei Die Linke oder Zinskritik nach Silvio Gesell. Es ist eine Taktik, diejenigen in die Ecke zu stellen, derer man sonst nicht Herr wird – vielleicht auch, weil sie sehr oft Recht haben. Wer allerdings den Nazi-Vergleich inflationär verwendet, verharmlost die Geschehnisse des Dritten Reiches, bewirkt einen Übersättigungseffekt und erschwert eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit.

Aufforderungen an Webseiten und Veranstalter, Die Bandbreite zu boykottieren, appellieren an den Konformismus der Menschen, die Angst, aus der Herde der „Anständigen“ ausgestoßen zu werden. „Um Gottes Willen, wenn ich jetzt die Bandbreite bringe, wie stehe ich dann da?“ Hinter der Kritik steht meiner Meinung nach auch das biedere Idealbild, jemand müsste sich mit jeder Handlung und jeder Textzeile sein ganzes Leben lang völlig lupenrein und unmissverständlich verhalten. Wie könnte man auch erwarten, dass jemand unmissverstanden bleibt, der sich poetisch ausdrückt und dass jemand unumstritten ist, der die Fundamente des herrschenden Weltbilds in Frage stellt?“

Link zum Artikel :  CD-Kritik:  Die Bandbreite – Reflexion