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Fazit vom Linken Liedersommer 2013 auf Burg Waldeck

Die Bandbreite spielte beim Linken Liedersommer 2013 auf Burg Waldeck. Im Vorfeld gab es wiederum Versuche, unser Konzert abzuwenden, was allerdings nicht gelang.
Impressionen dieses wunderbaren Tages mit unserem Gig als Highlight des Abends findet ihr von nun an auf Youtube.
“Die Mafia” und “Wann wird man je verstehen” sind zwei Titel des neuen Albums “art aber fair”, die ihr euch hier live zu Gemüte führen könnt:

Dr. Seltsam schrieb in seinem Newsletter über den Liedersommer:

Das Samstagabend-Programm sprengte mit seinen 4 Stunden Dauer jedes Auffassungsvermögen – aber zum Schluss fanden sich alle wieder ein, als „Musikandes“, chilenische Genossen aus Saarbrücken, des 40. Todestags von Victor Jara gedachten, und zum Abschluss die „Bandbreite“ mit Liedern aus ihrem neuen Album die müden Zuhörer zum Mitsingen und Tanzen brachten.

Detailierter schildert die Auseinandersetzung mit den Vertretern der Rosa-Luxemburg-Stiftung aus Rheinland-Pfalz der Vorsitzende des Deutschen Freidenker Verbandes e.V. Klaus Hartmann. Hier sein Fazit als PDF: Linker Liedersommer als Stellvertreterkriegsschauplatz

Junge Welt – Auf der Waldeck beim Linken Liedersommer

Michael Rieth schrieb in der Jungen Welt über den Linken Liedersommer:

 

…Das kann man vom Rap nicht behaupten, dessen industriell zerhackter Rhythmus einen Sprechgesang jedwelchen Inhalts zu transportieren in der Lage ist. Dem Duisburger Duo »Bandbreite« wurde in der Vergangenheit Sexismus, Rassismus und anderes vorgeworfen. Blödsinn! Es ist allenfalls als Vereinfachung zu bezeichnen, wenn man einen Teil des Phänomens Hitler auf dessen verdrängte Homosexualität zurückführt. In einem musikbegleitenden Video über den Transport von Hilfsgütern in den Gazastreifen ist unter anderem ein Rabbiner zu sehen, der gemeinsam mit Muslimen die Ankunft der lange zurückgehaltenen Güter begrüßt; wenn die Medien dies als antisemitisch bezeichnen, verkehren sie nicht nur die Absicht ins Gegenteil, sondern lügen wie gedruckt an der Wahrheit vorbei.

»Bandbreites« Texte sind provokant, sie bilden keine Realität ab, sondern die Sicht vieler Leute auf diese Realität. Dies hat nicht nur Berechtigung, sondern ist notwendig als ein Gradmesser, der die steigende Fieberkurve unserer Gesellschaft anzeigt – eine wichtige Funktion von Liedern mit politischem Anspruch, die über ein schlichtes Agitprop-Schema hinausgehen wollen.

Hier geht es zum kompletten Artikel von Michael Rieth:  Auf der Waldeck beim Linken Liedersommer, letztes Wochenende